
Der Plan zeigt die bisher gebauten (grün) und die noch geplanten Abschnitte (blau) des Velorings und den „Suchkorridor“ westlich des Fallenbrunnens. © Stadt Friedrichshafen
Das Jahrhundertbauwerk
Wie geht’s voran beim Veloring? Das große Projekt des Radverkehrskonzepts kam 2025 nicht spürbar voran.
Wie geht’s voran beim Veloring? Das große Projekt des Radverkehrskonzepts kam 2025 nicht spürbar voran.
Der Abschnitt 2/0 soll 2026 gebaut werden, dadurch wird der 2024 fertiggestellte Abschnitt 2/1, der auf dem B 31-Tunnel verläuft und in der Mühlbachsenke endet, mit der Hochstraße in Sparbruck verbunden. Dort ist dann vorerst Schluss mit dem Veloring.
Damit die Abschnitte 2/0 und 2/1 aus Osten erreicht werden, fehlt der Abschnitt 2/2 ab dem Colsmanknoten, der nördlich der ZF entlang geplant ist. Hier ist die Stadt von der ZF abhängig, da die Trasse auf und am Rande des Werksgeländes verläuft und nur im Zusammenhang mit Baumaßnahmen der ZF umgesetzt werden kann.
2025 fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zum Verlauf des Velorings von Sparbruck Richtung Westen. Der Westteil des Velorings ist der entscheidende Abschnitt, damit Fischbach und Manzell Richtung Gewerbegebiete und Bodenseecenter angeschlossen werden. Im Gegensatz zu den östlichen Abschnitten des Velorings, wo es schon vor dem Veloring möglich war, mit dem Rad irgendeine Strecke zu finden, ist der westliche Teil für den Radverkehr bisher nämlich undurchlässig. Dies liegt vor allem am Fahrtholz, dem Wald nördlich von Stockerholz. Aber auch die Durchfahrt durch den Fallenbrunnen ist für den Radverkehr nicht alltagstauglich, denn auf der Westseite des ehemaligen Militärgeländes gibt es nur Trampelpfade.
Der Gemeinderat beschloss 2025, den Fallenbrunnen als „Sanierungsgebiet“ auszuweisen, was lukrative Fördermittel des Bundes und des Landes verspricht, aber gleichzeitig die Stadt zwingt, die Sanierungsmaßnahmen innerhalb von 10 Jahren umzusetzen. Dadurch bekommt die Planung des Velorings auf dem Gebiet des Fallenbrunnens neuen Schwung.
Bisher wurden die Abschnitte des Velorings mit einer 4,0 m breiten Trasse und separiert vom Fußverkehr gebaut, im Fallenbrunnen soll er dort auf bestehenden Quartiersstraßen geführt werden. Ein weitgehend autofreier Fallenbrunnen ist deshalb die Voraussetzung dafür, dass der Veloring auf Bestandsstraßen sicher und komfortabel geführt wird. In der Beschlussfassung des Gemeinderats zum „Zukunftsquartier Fallenbrunnen“ steht unter anderem zu Mobilität und Verkehr:
■ Herstellung der attraktiven städt. Radschnellverbindung „Veloring“.
■ Ausgestaltung des „Fallenbrunnen Nordost“ als nahezu autofreies Quartier mit lediglich einer Ringerschließung im südlichen Teil des Quartiers
■ Parkierung innerhalb „Fallenbrunnen Nordost“ ausschließlich in den dafür vorgesehenen und bei Bedarf erweiterbaren Parkhäusern am Quartierseingang.
Entscheidend ist, ob im Doppelhaushalt 2027-2028 ausreichend Mittel eingestellt werden und Personal bereitgestellt wird, um den westlichen Abschnitt in Angriff zu nehmen. Hier sind die Bürgermeister und Gemeinderäte gefordert, Farbe zu bekennen.
