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| Erfolge des ADFC für Radfahrer
Doch manchmal schaffen wir es trotzdem, Planer und Politiker mit unseren Ideen zu infizieren und unsere Vorschläge zur Umsetzung zu bringen. Das sind die besonderen, unvergesslichen Momente des ehrenamtlichen Engagements. Warum lohnt es sich, den ADFC zu unterstützen? Sehen sie selbst. Fährebesetzung (1995)Die Beförderungstarife auf der Fähre zwischen Friedrichshafen und Romanshorn waren für Radfahrer im Vergleich zu Autofahrern sehr ungerecht. Ein Rechenbeispiel ergab, dass eine vierköpfige Familie in einem Auto mit vier Fahrrädern auf dem Autodach günstiger die Fähre benutzen kann, als wenn sie nur mit den Fahrrädern unterwegs wäre. Auch der rechnerische Preis für die Fläche, die auf der Fähre in Anspruch genommen wird, fiel für Radfahrer ungünstig aus: 3,25 DM pro Quadratmeter für Autofahrer, 15 DM für Radfahrer. Nach erfolglosen Versuchen, die Verantwortlichen der Bodensee-Schiffsbetriebe umzustimmen, wurde kurzerhand eine Fähre besetzt und für günstigere Preise gestreikt.
Der Radlertunnel im Seewald (1999)Beim Bau des Zubringers vom B30-Kreisverkehr im Seewald zur Flugplatzstraße in Friedrichshafen hatte das Straßenbauamt geplant, den Radweg um die Rampe herum bis zur Bahnlinie und dann zurück zur B30 zu führen. Der ADFC-Vorschlag war dagegen, möglichst nah zur B30 einen Radler-Tunnel zu bauen, um den Umweg so gering wie möglich zu halten. Natürlich lenkte das Straßenbauamt nicht sofort ein, sondern erst nach einer Presseaktion wurden unsere Argumente ernst genommen.
Radfahrstreifen auf der Keplerstraße und Albrechtstraße in Friedrichshafen (2002)Es war ein großer Erfolg des ADFC: Die Verschmälerung der Kepler- und Ehlersstraße von vier auf zwei Fahrstreifen zu Gunsten von Radfahrstreifen und Querungshilfen. Möglich wurde der Rückbau durch die Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf das Teilstück IIA der B31 neu, welches 2001 eröffnet worden war. Die Radlerampel an der Lochbrücke (2003)Der Radverkehr an der B30 aus Richtung Tettnang und Meckenbeuren in Richtung Friedrichshafen musste bisher an der Lochbrücke die Fußgängerampel benutzen, um über die Brückenstraße Richtung Gerbertshaus weiter zu fahren. Dies war einerseits umständlich, andererseits mussten die Radler dann von der linken Seite der Brückenstraße weiterfahren.
Bau einer Querungsinsel über die Riedleöschstraße in Friedrichshafen (2004)Beim Bau des Riedleöschtunnels und des Lärmschutzwalls zur Zeppelin-Siedlung und infolge des Ausbaus der Riedleöschstraße wurde die Radverkehrsverbindung von der Innenstadt durch den Riedlewald nach Meistershofen und Jettenhausen gekappt. Bei der Radtour "Radlers Höhen und Tiefen" 2003 (Dokumentation) stellten wir diese Problematik vor und waren erfolgreich: Es wurde nachträglich eine Querungsinsel sowie ein Anschlussradweg zur Meistershofener Straße gebaut. Die dortige Querungsinsel beim Feuerwehrhaus ist der Stadt aber leider gründlich misslungen (siehe Bericht "Die Autoschutzinsel"). Entfernung von Hindernissen und Verbreiterung des Radweges in Wittenhofen (2005)An der Badener Straße (L204) bei der Einmündung des Moorhofweges standen Blumenkübel auf dem Radweg, um Autofahrer davon abzuhalten, ihn zu befahren. Bei einem Ortstermin mit der Gemeindeverwaltung baten wir darum, diese Hindernisse zu entfernen. Asphaltierung des Schotterweges östlich von Kirchberg (2006)Östlich von Kirchberg (zwischen Hagnau und Immenstaad) verlief der Bodenseeradweg auf einem Schotterweg. Die kurze, heftige Steigung war auf dem schlechten Untergrund bergab gefährlich und bergauf mit dem Rad mühsam zu befahren. Schlaglöcher waren an der Tagesordnung, weil der Weg auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren wurde. Siehe auch die Ausgabe 14 (2007) des Radler am See. Verbreiterung des Radweges an der B31 zwischen Fischbach und Immenstaad (2006)Als im Jahr 2003 die Radwege an der B31 zwischen Fischbach und Immenstaad verbreitert wurden, entschied das Straßenbauamt eigenmächtig und entgegen der abgestimmten Planung, einen kurzen Abschnitt auf der Nordseite nicht auszubauen: Die Strecke zwischen der Einfahrt zur Ziegelgrube und der Kläranlage. Die Radfahrer sollten die vorhandene Hinterlandroute nutzen, so der Straßenbauamtschef, der diese einsame Entscheidung fällte. Wir setzten alle Hebel in Bewegung und schrieben sogar an den damaligen Verkehrsminister Mappus. Dieser ordnete schließlich an, den Radweg durchgehend zu verbreitern. Ein historischer Moment - Mappus auf der Seite des ADFC! Die Verbreiterung der Brücke über den Lipbach an der B31 (2006)Bei der Verbreiterung des Radweges an der B31 zwischen Fischbach und Immenstaad (siehe auch den oben stehenden Bericht) entstand ein neuer Engpass: Die Brücke über den Lipbach. Die Brücke war auf der nördlichen Seite sehr schmal, was beim bisherigen schmalen Radweg nicht zu einem großen Versatz im Radweg führte. Der neue, breite Radweg hatte einen größeren Abstand zur Fahrbahn und zielte praktisch direkt in den Lipbach. Dies war für einen Radfahrer verhängnisvoll, der an dieser Stelle nachts in den Bach stürzte und dabei tödlich verunglückte. Verhinderung des Grünpfeils in Friedrichshafen (2006)Der Initiator der Idee ist uns nicht genau bekannt, doch es muss ein Vertreter der Autofraktion gewesen sein. 2006 befasste sich der Straßenverkehrsausschuss mit der Einführung des "Grünen Pfeils" (Rechtsabbiegen bei roter Ampel erlaubt). Da der Grünpfeil für Radfahrer eher Gefahren als Vorteile bringt, sprach sich der ADFC dagegen aus und konnte den Ausschuss überzeugen, den ohnehin nur an sehr wenigen Kreuzungen in Friedrichshafen zulässigen Grünpfeil wieder einzupacken. Die Stellplatzrichtlinie für Fahrräder in Friedrichshafen (2007)Um das Parken von Fahrrädern an Gebäuden komfortabler und sicherer zu machen, forderte der ADFC schon lange eine Richtlinie für das Abstellen von Fahrrädern. Denn die wenigsten Bauherren kümmern sich aus freien Stücken darum, angemessene Fahrradabstellanlagen einzuplanen und aufzustellen. Die Stellplatzrichtlinie als Download. Mehr Infos im Bericht "Stellplätze für alle". Aufhebung des Parkstreifens am Seewiesenösch in Friedrichshafen (2009)Bei unserer verkehrsplitischen Radtour "Radlers Höhen und Tiefen in FN" hatten wir die Problematik des Parkstreifens an der südlichen Zufahrt von der Lindauer Straße zum Seewiesenösch thematisiert. Auf dieser vorwiegend von Radfahrern genutzten Straße kam es vor allem im Sommer immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Autofahrer Radfahrer abdrängten oder mit geringem Abstand überholten. Grund dafür waren die Parkplätze, welche auf einer Fahrbahnseite eingerichtet worden waren und die Fahrbahn einengten. Die erste Fahrradstraße im Bodenseekreis: Die Schmidstraße (2009)Viel Überzeugungsarbeit war nötig, um den Gemeinderat und die Verwaltung davon zu überzeugen, dass eine Fahrradstraße für den Radverkehr wichtig ist. Natürlich freut sich jeder Radler, wenn er ungestraft nebeneinander fahren darf, aber auch die symbolische Wirkung einer Fahrradstraße ist nicht zu unterschätzen: Wir wollen den Radverkehr fördern! Mehr Infos im Bericht "Die Wellness-Route".
Der Ampelgriff (2009)Manche finden ihn unnötig, andere eine tolle Sache: Den Ampelgriff, der in der Stadt Marl erfunden wurde und 2009 auf Initiative des ADFC an ca. 20 Kreuzungen montiert wurde. Für uns ist der Ampelgriff - neben seiner praktischen Seite - eine gute Werbung fürs Radfahrern. Mehr Infos im Bericht "Ampelgriffe für Friedrichshafen".
Radwegausbau an der Zeppelinstraße (B31) in Friedrichshafen (2009)Im Jahre 2006 brachten wir den Vorschlag ein, die auf zwei schmalen Asphaltstreifen getrennten Fuß- und Radwege auf der Südseite der Zeppelinstraße von Manzell bis nach Friedrichshafen in einen breiten gemeinsamen Fuß- und Radweg auszubauen. Denn der schmale Radweg und der daneben liegende Fußweg waren schon lange nicht mehr geeignet, die vielen Radler des Bodenseeradwegs aufzunehmen. Zusammen mit Inlineskatern war das Chaos perfekt. Es war praktisch auf langen Abschnitten kein gefahrloses Überholen anderer Radfahrer möglich. Mehr Infos im Bericht "Eine gute Idee wurde Realität". | Radlers Höhen und Tiefen in FriedrichshafenMit "Radlers Höhen und Tiefen" ist die jährliche "Erfahrungstour" des ADFC in Friedrichshafen überschrieben. Gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderats, des städtischen Arbeitskreises Radverkehrs und des Regierungspräsidiums sowie der Bevölkerung findet unter diesem Motto jedes Jahr eine Radtour statt. Die Radtour, die zu neuralgischen Punkten des Radverkehrs Friedrichshafen führt, hat schon zur Verwirklichung vieler Ideen zur Verbesserung der Situation für Radfahrer verholfen. Sie finden hier die Dokumentationen der Radtouren vom Jahr 2002 an.
Landkreis-Radtouren BodenseekreisZur ADFC-Landkreisradtour des Kreisverbands Bodenseekreis waren Vertreter des Landkreises und der Gemeinden eingeladen. Weitere Teilnehmer aus der Verwaltung und den politischen Gremien komplettierten die Radlergruppe. Hier finden Sie die Dokumentationen der Landkreistouren, die von 2001 bis 2008 stattfanden:
Metron-Radverkehrskonzept FriedrichshafenDas Radverkehrskonzept zur Verbesserung des Radverkehrs in Friedrichshafen: Den Schlussbericht der Firma Metron Verkehrsplanung und Ingenieurbüro AG können Sie hier herunterladen. Eine Bestandsaufnahme des ADFC zur Umsetzung bis zum Jahre 2004 erhalten Sie hier. VIA-Radverkehrskonzept FriedrichshafenIm Jahr 2013 beschloss der Gemeinderat Friedrichshafen die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes. Das Planungsbüro VIA Köln hatte ein neues Konzept erarbeitet, welches Grundlage für die kommenden 10 Jahre sein sollte. Die Kurzfassung des Abschlussberichtes steht als Download zur Verfügung. Die vollständigen Unterlagen sind auf der Homepage der Stadt Friedrichshafen erhältlich. BodenseeradwegIm Jahr 2002 erarbeitete das Planungsbüro Metron ein "Entwicklungskonzept Bodenseeradweg". Dieses Konzept wurde allerdings von den politischen Gremien nicht beachtet und von den zuständigen Verwaltungsstellen weitgehend ignoriert. 2014 führte der ADFC eine Bestandsaufnahme des Bodenseeradweges von Sipplingen bis Kressbronn durch. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Neu: 2019 erstellten wir eine Bestandsanalyse 2019 im Vergleich zu 2014. Landtagspetition Radwegausbau L 201 Meersburg-Unteruhldingen2008 verfasst der ADFC zusammen mit Naturschutzverbänden eine Landtagspetition mit dem Ziel, eine transparente und bessere Planung des Radwegeausbaus unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange des Seehags zu erreichen. Leider wurde der Petition nicht abgeholfen. Hier ist die Petition als Download verfügbar. | ||