
Nur Lippenbekenntnisse?
Seit 2013 arbeitete die Stadtverwaltung an einem Verkehrsentwicklungsplan (VEP), dieser wurde zuletzt mit neuen Verkehrsmessungen aktualisiert, da sich nach der Eröffnung der B 31 neu die Verkehrsströme im Stadtgebiet verändert haben.
Seit 2013 arbeitete die Stadtverwaltung an einem Verkehrsentwicklungsplan (VEP), dieser wurde zuletzt mit neuen Verkehrsmessungen aktualisiert, da sich nach der Eröffnung der B 31 neu die Verkehrsströme im Stadtgebiet verändert haben. 2024 bekam der VEP das Etikett „Mobilitätsplan“ und wurde vom Gemeinderat beschlossen.
Der Mobilitätsplan hat – wie schon der VEP – zu schwache Ziele hinsichtlich der Reduzierung des Kfz-Verkehrs und der Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie des Öffentlichen Verkehrs. Die Maßnahmenpakete, sollten sie jemals politisch beschlossen und auch umgesetzt werden, sind nicht ausreichend, um eine Verkehrswende in Friedrichshafen oder die notwendigen Fortschritte beim Klimaschutz zu erreichen. Woher soll also der Platz für bessere, breitere und neue Wege für den Radverkehr kommen?
Während der zehnjährigen Planung des VEP wurde viel über die Friedrichstraße gesprochen und es wurden Szenarien erstellt, doch das Provisorium mit seinem weiterhin hohen Kfz-Verkehrsaufkommen spricht eine klare Sprache!
Aufhorchen lässt allerdings ein Satz im Abschlussbericht im Kapitel „Wesentliche Ergebnisse“:
„Sämtliche Anstrengungen bei der Entwicklung und Umsetzung verkehrlicher Maßnahmen sind daher auf die intensive Förderung des Umweltverbunds zu legen.“
An diesem Leitsatz werden sich die Verwaltung und der Gemeinderat bei ihren Entscheidungen zukünftig messen lassen! Doch schon 2024 deutete sich an, u. a. im Arbeitskreis Mobilität, dass bei der Verkehrspolitik in Friedrichshafen mit einem „weiter so“ zu rechnen ist.
(Bernhard Glatthaar, 2025)