Sicherheit geht vor - ADFC Bodenseekreis

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Bodenseekreis

An der Einmündung der Oberhofer Straße in die Lindauer Straße quert heute ein gegenläufiger Radweg. Diese Querung wird es auch beim Kreisverkehr geben. (Foto: Bernhard Glatthaar)

Sicherheit geht vor

Die Planung des Kreisverkehrs am Knoten Lindauer Straße / Schäferhofstraße / Oberhofer Straße wurde 2024 konkreter. Ob die Finanzierung gesichert ist, wird sich zeigen, aber die Planungen gehen voran.

Die Planung des Kreisverkehrs am Knoten Lindauer Straße / Schäferhofstraße / Oberhofer Straße wurde 2024 konkreter. Ob die Finanzierung gesichert ist, wird sich zeigen, aber die Planungen gehen voran. 

Die Stadtverwaltung und das Regierungspräsidium haben sich für eine Radverkehrsführung außerhalb der Kreisverkehrsfahrbahn entschieden. Der ADFC nutzte die Möglichkeit zu einer ausführlichen Stellungnahme zum Kreisverkehr, der viele Verkehrsbeziehungen unter einen Hut bringen muss. 

Bei der Planung ist die bestehende Rad-Hauptroute auf der Ostseite der Lindauer Straße zu beachten, die von der Stadt Richtung Süden zur B 467 alt und ins Argental führt. Der Radweg quert heute den Zufahrtsast der Oberhofer Straße zum Knoten im Beidrichtungsverkehr und wird bei einem Kreisverkehr ebenfalls den östlichen Ast queren müssen. Die sichere Gestaltung dieser Querung hat bei der Planung des Kreisverkehrs höchste Priorität, da Unfallgutachten des Verbands der Versicherer (GDV) bei Kreisverkehren an diesen Querungsstellen ein erhöhtes Unfallgeschehen des Radverkehr zeigen. Gleichzeitig ist beim Kreisverkehr zu berücksichtigen, dass eine zukünftige Rad-Hauptroute zur Innenstadt durchs St.-Anna-Quartier über die Schäferhofstraße möglich ist. 

Dem ADFC ist sehr wichtig, dass bei der Planung und beim Bau des Kreisverkehrs der Stand der Technik im Straßenbau eingehalten wird, wie er in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) und in den Gutachten der GDV beschrieben ist. Dadurch ist gewährleistet, dass die Geschwindigkeit der Kfz, von welchen die Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger ausgeht, im Kreisverkehr gering ist. Nur bei geringen Geschwindigkeiten ist ausreichend Zeit für die notwendige Umsicht und Rücksicht zwischen den Verkehrsteilnehmern.

(Bernhard Glatthaar, 2025)

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