
An der Waggershauser Straße endet der neue Abschnitt (2/1) des Velorings. Die Fortsetzung entlang der ZF zum Colsmanknoten steht in den Sternen. (Foto: Bernhard Glatthaar) © Bernhard Glatthaar
Edelradweg ohne Anschluss
2024 wurde ein weiterer Abschnitt des Velorings fertiggestellt. Die 900 m lange Teilstrecke führt von der Waggershauser Straße auf dem Tunnel der B 31 neu Richtung Sparbruck. Die Baukosten des Abschnitts wurden 2021 mit 1,4 Mio. Euro geplant.
2024 wurde ein weiterer Abschnitt des Velorings fertiggestellt. Die 900 m lange Teilstrecke führt von der Waggershauser Straße auf dem Tunnel der B 31 neu Richtung Sparbruck. Die Baukosten des Abschnitts wurden 2021 mit 1,4 Mio. Euro geplant.
Der Weg wurde 3,5 m breit asphaltiert und als Fahrradstraße ausgeschildert, parallel dazu wurde ein Fußweg mit feinem Schotterbelag erstellt. Auf dem Abschnitt queren drei kleine Straßen, diese wurden der Fahrradstraße verkehrsrechtlich untergeordnet. Bei der baulichen Ausführung, den Markierungen und bei der verkehrsrechtlichen Beschilderung wurden die Vorgaben der ERA und der Musterlösungen des Landes BW exakt eingehalten und beispielhaft umgesetzt. Auch die Querungsinsel in der Waggershauser Straße wurde nach dem Stand der Technik gebaut und berücksichtigt die Anforderungen an Barrierefreiheit insbesondere für sehbehinderte und mobilitätseingeschränkte Fußgänger.
In die Freude über den tollen Radweg mischt sich der Frust, dass er noch lange ein Torso in der Landschaft bleiben wird. Der Anschluss an die Hochstraße in Sparbruck ist zwar in Planung, aber die Fortführung durch den Fallenbrunnen Richtung Manzell (Abschnitt 1) steht in den Sternen. Ohne den Anschluss an Manzell wird der Veloring seine vorgesehene Verbindungsfunktion aber nicht erfüllen können und auch kaum befahren werden.
Im städtischen Haushalt sind frühestens ab 2029 Mittel für den Abschnitt 1 eingestellt. Das heißt, dass vor 2030 ein Weiterbau unrealistisch ist. Aber auch der Anschluss Richtung Osten zum Abschnitt 3 entlang der Nordseite der ZF einschließlich einer fahrradfreundlichen Querung des Colsmanknotens am Riedlewald ist Zukunftsmusik. Und der Bau des Abschnitts 5 an der Rotach mit der neuen Bahnunterführung ist ebenfalls Utopie, bei den derzeitigen Prioritäten im Haushalt umgesetzt zu werden.
(Bernhard Glatthaar, 2025)